Reiseberichte vividus

Freiberg im Advent

Schwibbögen, Räuchermännchen und Weihnachtspyramiden, all dies verbindet man mit erzgebirgischer Weihnacht. Und genau davon konnten wir uns auf einer Tagesfahrt im Advent überzeugen: Nicht weit von Leipzig, zwischen Chemnitz und Dresden, liegt die traditionsreiche Silber- und Bergbaustadt Freiberg, die ihren Charme bis heute erhalten hat.
Enge Gassen, imposante Gebäude, der Dom St. Marien, das Schloss Freudenstein – alles erstrahlte in weihnachtlichem Flair. Und überall Zeugen der Vergangenheit, egal ob Hinweise auf namhafte Persönlichkeiten der Stadt oder eben die Verwurzelung mit dem Bergbau, die sich in Architektur, Sagen und Bräuchen wiederfindet. Wurzeln, die sich selbst in der Kulinarik ausdrücken und sich mit der hier ebenfalls beheimateten Tradition des Bierbrauens bestens vereinen. Warum nicht ein „Bergmannsschnitzel“ im Freiberger Brauhaus genießen? Stilechter ging es kaum. Nach dem Verdauungsspaziergang über den historisch gestalteten Weihnachtsmarkt oder einen Ausflug ins Café Hartmann (auf einen „Bauerhasen“) ging es in den Dom - zum „Weihnachtsoratorium“ von Johann Sebastian Bach. Darauf folgte die eindrucksvolle Bergparade, die traditionelle Parade der Bergleute, die singend die Stadt in Fackelschein tauchten. So stellt man sich Weihnachten im Erzgebirge vor.

In der Galerie Impressionen zu Freiberg im Advent.

O. Baglieri, Dezember 2016

Auf einem Riesen-Pott über die stürmische Nordsee

Zwölf Etagen - pardon Decks, fast 254 Meter lang, über 32 Meter breit und Platz für 2686 Passagiere - ein gewaltiger Koloss ist die AidaMar. Mit einem Tiefgang von 7,30 Meter liegt und gleitet sie faktisch wie ein Brett auf stiller See. Wenn das Meer denn nicht durch Windstärke 10 aufgepeitscht wird wie bei dem Gruppen-Törn der vividus GmbH über Ostern von Hamburg bis Southampton und zurück. 

Nachdem der Riesen-Pott am Sonnabend-Abend unter Beobachtung tausender Passagiere den Hamburger Hafen verlassen hatte, ein ruhiger Tag auf See folgt, muss der Käptn am zweiten Tag abends allerdings schon eine leise Vorwarnung ausgeben: "Es wird etwas windig, aber alles kein Problem." Er irrt sich dann doch gehörig, denn am nächsten Morgen ist der Ziel-Hafen Southampton noch immer weit und breit nicht in Sicht. Grund: Das Wetter hat sich zu einem Sturm mit Windstärke 10 verwandelt, der die Einfahrt in den Hafen zunächst verhindert. "Das hab ich in meiner Laufbahn an Bord auch noch nicht erlebt", gibt morgens der Schiffs-Obere zu und bittet um Verständnis, dass diese Umstände einen Tag Verspätung bedeuten. Aber wie sagt ein Sprichwort: Wer nicht schwankend auf einem Schiff über das Deck getorkelt ist, weiß nicht, was Seefahrt ist. 

An Land sind die wackligen Beine rasch vergessen, zahlreiche interessante Ausflüge - übrigens von allen Destinationen aus - lassen die Herzen höher schlagen. In Winchester zum Beispiel. Die frühere englische Hauptstadt, die diesen Status um 1066 an London verlor, ist herrlich zum Träumen von früheren Zeiten geeignet. Die  Große Halle von Winchester Castle aus dem 12. Jahrhundert, die irgendwann zwischen 1222 und 1235 ausgebaut worden war,  zeigt noch heute ihr damaliges Aussehen. In ihr befindet sich der Runde Tisch von König Artus, der mindestens seit 1463 dort an der Giebelwand prangt. Es handelt sich jedoch nicht um die tatsächliche Tischplatte aus Artus' Tafelrunden-Zeiten, sie stammt aus dem 12. Jahrhundert. Imposant ist sie dennoch, erinnert an die Legende und verführt den Besucher rasch in die weit entrückte Ära, als die Königs-Ritter am Möbelstück Platz genommen hatten.

Imposant reckt sich auch die Kathedrale von Winchester in den Himmel. Sie ist die zweitlängste Kathedrale  Europas, wurde 1079 errichtet und verbindet die Architekturstile vom 11. bis zum 16. Jahrhundert.

  Und dann Brügge - die eindrucksvolle mittelalterliche, 25 000 Einwohner zählende belgische Kleinstadt - umgeben und durchzogen von Grachten. Herrliche Parks, Klosteranlagen und Marktplätze sowie die sehenswerten, mitunter reich verzierten Gebäude der Stadt machen Lust auf mehr. Nach einem ausgedehnten Stadtrundgang lädt etwa die alte, traditionsreiche Brauerei in ihre Gaststube und lockt mit so manchen kulinarischen Köstlichkeiten. Falls der eine oder andere davon noch zu naschen vermag und sich nicht schon längst mit leckeren Paralinees "gesättigt" hat.

Wer es städtisch einige Nummern größer mag, ist in der niederländischen Hauptstadt gut aufgehoben. Eine Grachtenrundfahrt ist fast schon ein Muss. Sie verschafft einen prachtvollen Rundum-Blick auf Amsterdam - vermittelt viel Flair aus dessen Blütezeit im 17. Jahrhundert, einer Zeit, als das Land vor allem dank seiner kolonialmächtigen Vorherrschaft mit Reichtum und Weltgewandtheit glänzte. Die Häuser sind nahezu sämtlich mit Lastenaufzügen an den Giebeln ausgestattet, weil die engen Treppenstiegen größere Transporte in die oberen Etagen verhindern. Und nicht zuletzt imponieren die riesigen Speicherhäuser, die in früheren Zeiten als Lager für die vielfältigsten Waren aus aller Herren Länder dienten. 

Ein Spaziergang durch die alten Straßen mit hübschen Geschäften und Kneipen, auffallend üppigen und liebevoll dekorierten Käseläden und dem chinesichen Viertel bis hin zum Blumenmarkt ist und bleibt ein einmaliges Erlebnis. 

Danach ist der Urlauber fast schon geschafft und froh, wieder auf dem Schiff zu sein. Das 385 Millionen Euro teure Hotel zu Wasser mit fast 1100 Kabinen, das am 1. April 2012 vom Stapel lief, bietet nahezu alles, was das Herz begehrt. Restaurants und Bars en masse, Erholungs- und sportliche Möglichkeiten auf und unter Deck, große Unterhaltung im Theatrium. Die AidaMar und ihre Crew wissen, was zu einem schönen Leben mit Genuss gehört. Um den Ozean-Riesen sicher und zügig über die Meere zu bringen, zeigt sich die Maschine mit fast 34 000 PS und zwei Propellermotoren vom VEM Sachsenwerk Dresden von ihrer besten Seite. 

Die Rückkehr nach Hamburg fällt geruhsam aus. Seekranke gibt es diesmal nicht. Dafür um so zufriedenere Passagiere, die beim Verlassen des Schiffes durchaus ein bisschen sentimental gestimmt sind. Gelohnt hat sich die Tour auf alle Fälle. Manche Gäste haben daher bereits die nächste Schiffsreise gebucht.

In der Galerie mehr zum Schiff und Stationen auf der Kreuzfahrt- Route "Europas Metropolen".

Dr. Ulrich Langer  

Erste Frühlingstage an der Ostsee - Swinemünde

Usedom und die vielen kleineren Inseln zwischen Achterwasser, Swina und Dziwna gehören zu den sonnenscheinreichsten an der Ostseeküste. Schon Mitte März spürt man hier den Frühling - so beim Bummel über Strand und Promenade in Swinemünde. Am Morgen sind die breiten Zugänge zum Meer noch reifüberzogen, doch der blaue Himmel lädt ein zum Spaziergang durch die Dünen oder nah am Wasser. Erste Nordic-Walker sind unterwegs, doch die Strandpromenade ist noch menschenleer. Ein breiter "Grünstreifen" trennt die Kurhotels in der "ersten Reihe" von der Promenade mit ihren vielen Shops, Cafés und Restaurants. Hier gepflegter Rasen, Bäume, Sträucher, doch noch nicht die Farbtupfer erster Frühblüher. An Farben fehlt es dem Morgen dennoch nicht. Und nicht an fröhlichen Geräuschen. Über die vom Meer tönenden Schreie der Möwen legt sich das muntere Gezwitscher vieler kleiner Singvögel in Hecken und Bäumen.
Gegen Mittag sind überall Stühle und Tische in die Sonne gerückt, die Bänke besetzt. Swinemünde-Urlauber sind in dieser Jahreszeit meist Kurgäste. Sie genießen die Stunden zwischen den Anwendungen bei einem Spaziergang, folgen dem würzigen Geruch geräucherten Fischs oder lassen sich schon zu einer Kugel Eis verführen...
Zu den Kurhotels - manche schöne, alte Villen noch aus der Zeit um 1900, manche moderne Appartementhäuser - sind es meist nur wenige Schritte. Der Weg zum Wasser wird dagegen von Jahr zu Jahr länger, denn Wind und Wellen verbreitern der Strand stets um 80 bis 100 cm. So werden zwar die Gäste des künftigen Radisson-Hotels direkt am Strand wohnen, doch an die See auch immer weiter laufen müssen. Der Strandstreifen wächst - so wie der bald 11-etagige Bau, an dem schon im frühen Morgenlicht gewerkelt wird.
Auf so einen prächtigen Tag folgt ein herrlicher Sonnenuntergang, bobachtet von der Sky-Bar eines modernen Hotels, ca. 250 vom Strand entfernt.
In der Galerie mehr zum Kurviertel, Strand und Promenade.

Dr. Kirsten Gasoos, März 2016

Bei unseren dänischen Nachbarn viel Interessantes erfahren

Reisen bildet? Garantiert! So geschehen bei einer Rundreise durch Dänemark und Südschweden: Schon oft mit Egon, Benny und Kjeld "durchstreift", schien Kopenhagen sehr vertraut und genau so charmant wie erwartet. Eindrucksvolle Prachtbauten, Kirchen, Schlösser, die besonderes Atmosphäre einer Stadt am Meer. Dazwischen buntes, pralles Leben in Parks, auf Plätzen, an Wasserläufen wie etwa in Italien. Kaum Hochhäuser, also wohnt man klein und lebt "draußen". Aha!
Nicht das Auto, sondern das Designermöbelstück hat hier Prestige! Gibt es deshalb mehr Parkplätze für Fahrräder als für Autos? Und ist Radfahren so populär, weil Autos und deren Zulassung nur in Singapur noch teurer sind? Auf jeden Fall kommt das Fahrrad hier in vielen Situationen zum Einsatz, auch dank des in Christiania gefertigten "Kastenrades". Mit den christiania bikes lässt sich vom Einkauf über das Haustier, den eigenen Nachwuchs oder das Klavier alles transportieren.
Die Dänen - einst mächtig weit über den Ostseeraum hinaus, heute ein knapp 5,7 Millionen-Volk. Und darum "kleinkotzig", direkt, freundlich, aber nicht allzu höflich. So wurde berichtet, aber letztes nicht selbst erlebt!
Auch ein Bericht, doch ein sehr glaubhafter: Die Dänen denken "kollektiv". Müßiggang wird nicht toleriert. Doch weit von Statusdenken entfernt, "zählt jede Arbeit.
Überall gesehen und erlebt: Nach der Arbeit kommt das Feiern. Ein schönes Wochenende wird im Rausch verbracht und auf viele Handpils oder "Baier", wie hier Bier auch genannt wird, folgt dann ein "Reparationsbaier", also das Bier danach...
Auch anderswo schon bemerkt: Sehenswertes wird in herrlicher Landschaft zu etwas Besonderem, Einmaligem. Doch in Dänemark und Südschweden gibt es davon sehr viel, so auch in Roskilde, Lund und Malmö.
In der Galerie Blicke von der Fähre, einem "Sightseeing-Schiff, einer Kirchturmspitze auf Land und Leute.

Dr. Kirsten Gasoos, April 2015

Ostern 2014 in Istanbul

Die Geschichten aus 1000 und einer Nacht - wo sind sie geblieben?
Vergessen? Vergangen? Beileibe nicht. Wer die Märchen kennt, schwärmt von ihnen, sobald er sich an sie erinnert.
Das Wundersame von Sultanen und ihren Familien hat seinen Reiz nicht verloren. Denn dahinter verbergen sich ungewohnte, mit Zauber und Träumereien behaftete Vorstellungen. Sie geraten in Zeiten der Elektronik nicht selten in den Hintergrund. Sie werden aber in Istanbul zu neuem Leben erweckt - wenn man sich auf das Geheimnisvolle einlassen kann und will.

Die schier endlos erscheinende Weltstadt vermag einen regelrecht in den Bann zu ziehen. Die Metropole am Bosporus besticht mit ihrer überbordenden architektonischen Vielfalt und ihrer Farbenprächtigkeit. Die Parkanlagen gleichen Kunstwerken und gerade im April schmückt sie sich mit einem Meer aus Tulpen.

Das Beeindruckendste an Istanbul sind aber ihre Einwohner. Menschen zahlreicher Nationalitäten und Konfessionen leben eine freimütige, durch gegenseitigen Respekt geprägte Gemeinschaft vor, die man sich allerorten auf der Erdkugel wünscht. "Ein Schmelztiegel der Kulturen" - auf keine Stadt der Welt scheint diese Formulierung aus so manchem Reiseführer zuzutreffen.
Die gelebte Toleranz und Völkerverbundenheit sucht seinesgleichen. Napoleon Bonaparte hat dies wunderbar auf den Punkt gebracht: "Wäre die ganze Welt ein einziges Land, Istanbul wäre seine Hauptstadt".

Sie brodelt, legt eine Geschäftigkeit an den Tag, die zwar nicht gerade eine Ruhezone zelebriert, aber aufgrund ihrer ungewohnten Dimension und Ausstrahlung jährlich Millionen Touristen anlockt.
Die 16 Millionen Einwohner, die ihre Stadt auf einer Länge von 170 Kilometern bevölkern, lassen Leben pur spüren. Das ist nichts für jemanden, der die zarte Stille genießen will. Vielmehr besticht diese Stadt durch ihre Einmaligkeit, ihr Flair, ihr Fluidum, das sich besonders abends im Lichterglanz der beleuchteten Brücken, Moscheen, Geschäfts- und Kneipen-Meilen entfaltet. Wer eine pulsierende Weltstadt hautnah erleben will - im einstigen Konstantinopel ist er bestens aufgehoben.

Nahezu unzählige historische Gemäuer verbergen Schätze, die man glaubt, nur aus Märchen oder Filmen zu kennen.
So im Sultanspalast Topkapi, was übersetzt Kanonen-Kugel-Palast heißt . In einer der zahlreichen Ausstellungen sind Schmuck und Edelsteine en masse zu sehen. Darunter zwei Leuchter, die als Grabbeigabe gedacht waren, und jeder aus 48 Tonnen purem Gold gefertigt und mit jeweils 6666 Edelsteinen verziert wurden. Oder der größte Brillant der Welt, der pflaumengroß das Herz der Besucher erfreut.
Ein Höhepunkt - die Hagia Sophia - die Kirche der Heiligen Sophia. Sie ist sicher das prächtigste Bauwerk von Byzanz, einst östlichste Bastion des Römischen Reiches. Damals hieß die Stadt noch Konstantinopel, die vom byzantinischen Kaiser Konstantin 330 u.Z. zur Reichshauptstadt ernannt worden war. Heute ist sie ein Museum und präsentiert sich als eine Mischung aus Christentum und Islam. Als christliche Kirche um 350 errichtet, wurde sie nach der Eroberung der Stadt durch die Osmanen 1453 in eine Moschee umgebaut. Architektonische Zeugnisse beider Epochen vereint die Hagia Sohpia in sich. Sie überlebte zig Erdbeben im Laufe der Jahrtausende, Dank der einzigartigen Kunst ihrer Erbauer überstand sie mehrere Erdbeben unbeschadet. Der Einsatz von einem speziellen "Mörtel", der mit Honig und Harz raffiniert versetzt wurde, verschaffte den Mauern Elastizität und damit Beständigkeit.
Oder der Obelisk auf dem ehemaligen Hippodrom. Er steht dort wie gerade erst errichtet, aus rosafarbenem Granit. Dabei ist er rund 3500 Jahre alt und unversehrt, als könnten ihm die Jahrtausende nichts anhaben.
Der Topkapi-Palast war der ersten Sultanspalast in Istanbul. Viele Paläste wurden gebaut, aber der letzte, der Dolmabahce-Palast ist etwas Besonderes. Im 19. Jahrhundert errichtet, wurde er hochmodern ausgestattet. Am imposantesten ist wohl der Fest-Saal mit dem größten Kristall-Leuchter der Welt. Seine Superlative: Er ist 4,5 Tonnen schwer, 7200 Lampen spenden Licht und er hängt in einer Kuppel, die eine stolze Höhe von 38 Metern aufweist. Interessant ist, dass man jedes Jahr 6 Monate benötigt, um ihn zu reinigen.

Aber es verführen nicht nur die Wunder aus vergangenen Jahrtausenden zum Staunen. Wer eine imposante Skyline mit Hochhäusern mag - auch das bietet die Stadt zwischen Europa und Asien. Mancher Tourist meint: "Die Türken bauen sich hier ihr Manhattan". Und das ist schon die nächste Geschichte aus 1000 und einer Nacht.

Impressionen von Istanbul finden Sie in der Galerie.

Donausonate auf der MS Alina, 12. bis 19. August 2012

Das Wetter passt zum Ereignis: An einem sonnigen Sonntag beginnt unsere Traumreise auf der Donau. Die Anfahrt nach Passau ist stressfrei, die Abgabe des Autos in der Globusgarage klappt so perfekt wie der Transfer zum Schiff.

Da liegt sie nun, die MS Alina (Baujahr 2011), die für sieben Übernachtungen unser schwimmendes, sehr komfortables Hotel sein wird. Die geräumigen Kabinen sind schick und überaus praktisch ausgestattet, fast alle haben bis zum Boden reichende Fenster mit französischem Balkon. Die Einrichtung der Restaurants, der Bar und des Foyers ist lichtdurchflutet, stilvoll und elegant. So ist der erste Eindruck ausgesprochen positiv - und so bleibt es.

Wir legen 15.15 Uhr ab. Die zauberhafte Kulisse von Passau zieht an uns vorüber, wir durchfahren die Donauschlinge bei Schlögen und passieren die erste Schleuse. Der erste Abend geht nach dem Willkommenscocktail des Kapitäns mit einem Gläschen Wein in der Bar bei netter Live-Musik zu Ende.

Über Nacht trägt uns das Schiff in das hübsche Weinstädtchen Dürnstein. Ein Aufstieg zur Burgruine der Kuenringerburg bietet nicht nur einen überwältigenden Blick auf die Donau und den Ort, man erfährt auf Schautafeln zugleich viel Wissenswertes über König Richard Löwenherz und den treuen Sänger Blondel. Und eine Weinverkostung in einem Weingut am Fuße der Burg lohnt sich immer.

Am Folgetag ist zunächst die sehenswerte Barockstadt Vac Ziel eines Ausfluges, bevor wir am Nachmittag mitten im Zentrum von Budapest anlegen. So malerisch wie diese Metropole mit all ihren Sehenswürdigkeiten am Tage ist, so berauschend ist sie am Abend. Dem Beinamen "Paris des Ostens" macht sie alle Ehre.

Leinen los in Richtung Donauknie heißt es am nächsten Tag. Vorbei an Visegrad und Eszterom fährt "Alina" Richtung slowakische Hauptstadt Bratislava. Das Wiedersehen nach über zwanzig Jahren ist beeindruckend. Wie hat sich diese Stadt herausgeputzt. Den soliden Aufschwung durch die Ansiedlung internationaler Autohersteller wie VW, Audi, Toyota, und Peugot spürt man überall. Die toll rekonstruierten Häuser der Innenstadt, die niedlichen Gassen und die majestätische Burg begeistern wohl jeden Touristen.

Eine dritte Hauptstadt sollte Ziel unserer Reise sein – Wien, die Stadt in der wir Bekanntes wiederentdeckt und Neues gefunden haben. Ob Stephansdom, Prater, Sacher oder Schloss Schönbrunn, ob Hundertwasserhaus oder Hofburg, Wien berauscht alle Sinne. Eine Neuentdeckung ist für uns die historische Altwiener Gaststätte "Griechenbeisl" (erste Erwähnung 1350 und ab 1447 ein Gasthaus). Hier im ältesten Gasthaus Wiens entstand das weltbekannte Bänkellied "Oh du lieber Augustin, alles is´ hin..." Im Jahr 1852 führte der damalige Wirt das neu gebraute "Pilsner Urquell" ein, das von hier aus einen Siegeszug um die Welt antrat. Die Namen berühmter Künstler und Gelehrter findet man an den Wänden des Griechenbeisl – so Beethoven, Wagner, Mozart, Mark Twain, Grillpatzer, Schubert, Graf Zeppelin und viele andere. Und das Bier schmeckt heute immer noch so gut oder gar besser, wenngleich auch der Preis nicht ohne ist.

Am Samstag verlassen wir Wien. Melk mit seinem Stift ist das letzte bewundernswerte Ziel unserer Fahrt. Am Abend verabschieden sich der Kapitän und seine Crew mit einem exzellenten Galadinner von den Passagieren. Als am nächsten Morgen Passau erreicht ist, geht eine erlebnisreiche Reise zu Ende.

Dr. Dagmar Langer

Costa Fortuna – aus der Nähe besehen

Am 07.Juli 2012 hatte ich gemeinsam mit Kollegen die Gelegenheit, eines der zahlreichen Schiffe der bekannten Reederei Costa Kreuzfahrten kennen zu lernen.

In Warnemünde konnten wir zunächst erleben, wie die Costa Fortuna in den Hafen einlief.
Es war schon ein gigantischer Anblick, wie das große Schiff da vor unseren Augen langsam ankam.
Nach Erhalt unseres Besucherausweises durften wir endlich aufs Schiff: In einer 1,1/2 stündigen Führung sollen wir die Costa Fortuna "durchstreifen". Überall auf dem Schiff war noch ein reges Treiben zu beobachten.
Die Ausschiffung der ca. 1000 Passagiere fand in Gruppen zu unterschiedlichen Zeiten statt. Es war alles sehr gut organisiert. So konnte jeder entspannt von Bord gehen.

Bei der Schiffsbesichtigung wurden uns die verschiedenen Restaurants, Bars, Salons und Cafés gezeigt. Wir schauten uns auch das tolle, über 3 Decks gebaute Theater an. Dort finden jeden Tag Shows und Veranstaltungen statt.

Nach einem Blick in die verschieden Kabinen - Innenkabinen, Balkonkabinen sowie Außenkabinen – konnten wir uns im Spa-Center von der Vielfältigkeit der Entspannungsmöglichkeiten (Sauna, Massagen u.ä.) überzeugen. Auch ein Fitness-Raum, Swimmingpools, Whirlpool, Friseur sowie zahlreiche Boutiquen laden zum Verweilen ein. Also Langeweile kommt hier nicht auf, für reges Bordleben ist gesorgt.

An einem Seetag kann man sich auf dem Sonnendeck erholen und Kraft für die Landausflüge tanken. Diese kann man bei der Reiseleitung persönlich buchen. Es stehen aber auch mehrere moderne Terminals bereit, an denen man mit seiner Bordkarte jederzeit Reservierungen vornehmen kann für Ausflüge, Wellness-Anwendungen u.v.m.

Unser Rundgang endete in einem der 4 Restaurants, wo wir uns bei einem reichhaltigen Menü von der guten Küche an Bord überzeugen konnten. Nach dem leckeren Mittagessen ließen wir die interessante Besichtigung bei einem Kaffee ausklingen.

Mit vielen neuen Informationen für unsere Kunden und tollen Eindrücken im Gepäck traten wir die Heimreise an. Es war ein sehr erlebnisreicher Tag und eine schöne bleibende Erinnerung an die Costa Fortuna.

Viola Krämer


Zwischen Rhein und Kaiserstuhl mit dem Rad unterwegs

Daran gewöhnt, beim Radfahren selbst über Etappen, Tempo und Pausen zu entscheiden (so bei den individuellen Touren von WEINRADEL möglich), ging es Anfang Mai mit einer kleinen Reisegruppe durch die Region Baden auf Tour.

Und gerade das Fahren in einer Gruppe – wir waren zu zwölft, meist sind bis 16 Radler unterwegs – gehörte zu den angenehmen Momenten der Reise. Nicht nur die Gelegenheit, entlang des Rheins oder rund um den Kaiserstuhl im "Windschatten" zu fahren", auch viel Spaß beim gemeinsamen Besichtigen, Kosten, Rasten und nicht zuletzt die Motivation, zusammen auch 15%tigen Steigungen zu trotzen, machten aus der Gruppe schnell eine "Sport- und Genussgemeinschaft".

Genuss ist in jeder Hinsicht wörtlich zu nehmen, sportliche Höchstleistungen konnten, mussten aber nicht sein. Durch den Reiseleiter stets über die nächste Etappe informiert, legten die ganz Sportlichen immer mal einen "Zwischenspurt" ein. Die E-Bikes dagegen ließen auch bei nicht so trainierten Fahrern keine Angst vor dem nächsten Hang an den Ausläufern des Schwarzwaldes aufkommen.

WEINRADEL stellte komfortable und robuste Fahrräder bereit (Unisex-Räder mit 7-Gang-Schaltung und Rücktritt oder mit 24-Gang-Schaltung und Handbremsen), die sich nach kurzer Eingewöhnungszeit sicher und bequem fahren ließen. Zwischendurch mal vom Rad auf ein E-Bike umgestiegen, war klar: Damit lassen sich – vielleicht schon im nächsten Jahr – auch so anspruchsvolle Touren wie die durch die Extremadura von Madrid nach Cáceres bequem bewältigen. Zudem stand mehrmals am Tag der Begleitbus bereit, um müde "Strampler" aufzunehmen. Doch daran dachte kaum jemand. Immer wieder berichtete der Reiseleiter über Ritterburgen am Wegesrand, Weinanbau auf fruchtbarem Löß, die Rheinbegradigung zum Hochwasserschutz… Bei jeder interessanten "Unterrichtung", jedem Fotostopp mal tief durchgeatmet, doch so richtig "relaxed" wurde beim Picknick im Grünen: Die Vielfalt regionaler Spezialitäten überraschte, aber nach ca. 35 bis 40 km auf dem Rad (gepicknickigt wird nach zwei Dritteln der Wegstrecke) schlemmte jeder ohne Reue!

Schon beim Fahren war viel zu entdecken. Das abwechslungsreiche Besichtigungsprogramm in einer Hammerschmiede, auf einem Brennerei-Lehrpfad, auf Seitenarmen des alten Rheins, in kleinen Weinstädtchen, in Weinkellern aber präsentierte die Vielfalt der Region Baden auf beste Weise.

Bekannt für ihre ausgezeichnete, kreative Küche, verwöhnten die Badener am Abend dann in stimmungsvollen Restaurants mit überragender Kochkunst und köstlichen Weinen...

Dr. Kirsten Gasoos, Mai 2012

Lanzarote und Fuerteventura – zwei Vulkaninseln

und doch jede ganz einzigartig. Geologen sprechen von einer vergleichbaren Entstehungsgeschichte beider Inseln – habe ich auf Wikipedia gelesen. Reiseführer nennen Lanzarote oft ein von Natur und Menschen geschaffenes Kunstwerk in schwarz, weiß und grün, rühmen bei Fuerteventura die hellsten Sandstrände der Kanaren und die tollen Wassersportreviere.
Beide Inseln nacheinander bereist, würden sie mir also ganzes "Kanarenfeeling" bieten: beein- druckende Landschaften, wenn auch karg und fast "unwirklich" wie die in allen Farben schillernden Montañas del Fuego (Feuerberge) , sehenswerte Orte, tolle Strände und im Nordwesten Lanzarotes atemberaubende Steilküste, aber auch sich sehr ähnliche Urlaubsresorts mit Yachthäfen, edlen Boutiquen und hübschen Restaurants.
Genau so kam es dann. Unerwartet nur die Anfang März schon recht hohen Mittagstemperaturen, während der Atlantik noch alleiniges Revier der Surfer und Segler war…

Nach Bekanntschaft mit nun 6 kanarischen Inseln ist Lanzarote mein Tipp für Reisende, die auf einem überschaubaren Areal etwas Besonderes erleben wollen.
Was spricht für die kleinste Insel der Ostkanaren? Zuerst ihr Status als UNESCO Biospähren-Reservat. Die Insel wirkt wie aufgeräumt – gepflegte Promenaden und Plätze in hübschen, liebevoll erhaltenen alten oder im gleichen Baustil errichteten neuen Orten. Nirgends Müll, nirgends die für Spanien so typischen Bauruinen, keine großen Reklametafeln. Was gebaut wurde/wird, passt hervorragend in die Landschaft. Für die Entwürfe Cesar Manriques gilt dies ganz besonders, denn er plante nicht am Reißbrett, sondern folgte Eingebungen der Natur und unterstrich mit seinen Projekten deren faszinierende Schönheit. So entstand allmählich eine Insel der farbigen Gegensätze: an der Küste die kleinen, aber feinen Urlaubsorte wie Puerto Calero und Playa Blanca oder der 400 m über dem Meeresspiegel liegende Aussichtspunkt Mirador del Rio und die Vulkanhöhle Jameos del Agua, im Landesinneren mit dem Nationalpark Timanfaya eine bizarre Landschaft, die an die 1730 bis 1736 währenden Vulkanausbrüche erinnert. Während einer 45minütigen Busrundfahrt auf der Ruta de los Volcanos fühlte ich mich durch den in eine Klangcollage eingefügten Augenzeugenbericht des Pfarrers Andrés Curbelo in dieses Inferno zurückversetzt.
Nun sind 20% der Inseloberfläche dick mit Lava bedeckt – ideal für den Weinbau, wenn er in Weintrichtern geschieht. Eine Tour auf der Weinstraße führte uns nicht nur an diesen seltsamen Trockenfeldern vorbei, sondern auch zur Verkostung der leichten, fruchtigen Weine. Sehr zu empfehlen auf einer Inselrundfahrt!
Mehr Zeit als auf einer organisierten Rundfahrt, die bestimmt Lust auf eigene Erkundungen macht, muss man sich für das herrlich blumengeschmückte Dorf Yaiza und die historische Stadt Teguise nehmen. Sie lockt mit schönen Kolonialbauten und dem größten Wochenmarkt der Kanaren.
Auf gut ausgebauten Straßen ist man schnell unterwegs. Genau so gut geht es per Rad. Für den sportlichen Urlaub am und auf dem Wasser nach Puerto Calero reisen. Das ****Hotel Costa Calero bietet dafür nicht nur eine große Badelanschaft, sondern auch Radsport-, Tauch- und ein tolles Thalasso-Spa-Center. Etwas luxuriöser das an einem kleinen Sandstrand gelegenen *****Hotel Hesperia Lanzarote…

Ideal für den Badeurlaub ist aber der Süden. Das Resort Playa Blanca ist chic, hat herrlich naturbelassene wie aufgeschüttete, vor Wind und Wellen geschützte Badebuchten und alle touristische Infrastruktur, die man sich wünscht – bis auf eine laute, knallig bunte Partymeile. Und auch das spricht für die Insel, oder?
Hotels für einen erholsamen Familienurlaub u.a. das ****Iberostar Bocanya Village und das ***Bahai Blanca Rock in Playa Blanca

Nur ein Katzensprung, also eine knapp halbstündige Fährüberfahrt ist es bis nach Corralejo auf Fuerteventura. Und ein Tagesausflug von einer auf die jeweils andere Insel sollte auf jedem "Reiseplan" stehen!
Auf der Fahrt vom Hafen in die Hotelzone doch schon ein Kontrastprogramm zu den strahlend weißen Ferienorten auf Lanzarote. Das typisch kanarische Gelb, Ocker oder Rostrot der Bauten wäre bestimmt genau so sehenswert – ohne die deutlichen Spuren von Verschleiß, Verschmutzung oder leeren Kassen, die zu unvollendeten Bauvorhaben gleich neben einem *****Hotel oder auch dem Club ALDIANA in Jandia führten.

Fuerteventura "zieht sich hin" – größer und für mich auch eintöniger als Lanzarote, wurden Fahrten durch die karge Insellandschaft immer dann interessant, wenn etwas Landestypisches auf dem Programm stand: die Begegnung mit einem Ökobauern, der Abstecher zur Ziegenfarm mit Verkostung des aromatischen Ziegenkäses oder der Rundgang durch eine kleine Fabrik, die Aloe zu diversen kosmetischen Produkten verarbeitet.
Garantiert nicht eintönig ist die Insel aber für Wassersportler und Badenixen. Soviel hellen feinen Sandstrand gibt es vielleicht noch in den Dünen von Maspalomas/Gran Canaria, aber auf Fuerteventura liegen – meiner Beobachtung nach – mehr Hotels in Strandnähe: schöne Ferienanlagen und eine ansprechende Promenade an der Costa Calma, für fast jeden Gast ein passendes Hotel, dazu auch ein paar mehr Geschäfte, Cafés und viel Weg für erholsame Strandspaziergänge in Jandia. Und was an landschaftlicher Vielfalt hier fehlt, gleichen die meisten Hotels durch abwechslungsreiche Angebote für Sport und Freizeit aus. Es muss nicht gleich ein Wochenkurs im Kitesurfen sein. "Gesund und glücklich" sollen auch Ballooning, Pilates, Energy Walking oder der Swing Stick machen. Ich hatte zumindest viel Spaß dabei und konnte das reichhaltige Buffet morgens, mittags, abends ohne Reue zu genießen…

Die Auswahl guter Hotels ist groß – zu meinen Favoriten zählen das ****+MELIÃ Gorriones und der Club ALDIANA für den sportlich-komfortablen Inselaufenthalt, das ****+Sentido Playa Esmeralda für den entspannend-abwechslungsreichen Urlaub und das *****Gran Atlantis Bahia Real, wenn es mal etwas mehr Luxus sein soll.

Dr. Kirsten Gasoos, März 2011


Warum denn nicht Tunesien?

Nur einfach Badeurlaub stand lange nicht auf meiner Liste, aber dann sollten es mal einige Tage nur Sonne und Strand sein, aber nicht allzu weit weg. Im Oktober bot sich Tunesien einfach an: am Tag um die 30°C, abends auch noch kein Pulli nötig, das Wasser warm, die Hotels nicht mehr so voll, die typischen Ausflugsziele nicht mehr so überlaufen…

Die Entscheidung fiel auf ein ****Hotel in Hammamet – und das war die einzige Enttäuschung auf der Reise, denn das vom Veranstalter beworbene Hotel-Konzept "Sentido – Genuss für alle Sinne" gab es hier nur auf dem Papier des Katalogs. (Inzwischen habe ich andere Sentido-Hotels kennengelernt und weiß, richtig umgesetzt, kann es eine tolle Sache sein.)
Aber es sollte ein Bade-, kein Luxusurlaub sein, also schnell an den Strand. Bald war am feinsandigen, geharkten hoteleigenen Strandabschnitt eine "Ecke" gefunden, an der die hier üblichen palmstrohgedeckten Schirme so standen, dass die Liegen nicht alle halbe Stunde nach Sonnenstand gerichtet werden mussten, denn trotz stetig leichter Brise war Schatten eine Wohltat.
Auch das Wasser sauber, ohne die hier mitunter üblichen Zivilisationsabfälle, denn das letzte Gewitter war einige Wochen her und all der von dann überströmenden Bächen an den Strand gespülte Müll inzwischen aufgesammelt. Der Reiseleiter berichtete später, dass Müllbeseitigung in Tunesien noch ein großes Problem ist, aber das Thema Umweltverschmutzung seit einiger Zeit in jeder Grundschule thematisiert wird und die Kinder – so hofft man – ihr Wissen in die Familien tragen.

Flachabfallende Strände, ideal für die ganze Familie, sind ein Markenzeichen Tunesiens – davon habe ich mich bei langen Strandwanderungen überzeugt. Was in Hammamet fehlt? Eine tolle Strandpromenade. Die hat erst das neue Zentrum Hammamet-Yasmine zu bieten – in der Variante Yachthafen, kombiniert mit einigen Bars und Geschäften, bevor dann die riesigen neuen Hotelkomplexe folgen. Daher bei Buchung eines Hotels in Yasmine immer beachten, wie der Zugang zum Strand beschrieben ist. Die wenigsten Hotels haben einen direkten Strandzugang... Oft läuft man erst durch die noch wenig schattigen Straßen, vorbei an Geschäften und Restaurants, bevor der Badestrand erreicht ist. Oder fährt Taxi. Auf die modernen Fahrzeuge trifft man überall und sie sind – für uns – recht preisgünstig, denn der Fahrpreis ist staatlich festgelegt: pro Kilometer umgerechnet ein Euro. Am besten ist es, den Fahrpreis vorab zu vereinbaren. So ist man stets schnell und sicher unterwegs.

Mit "Fixpreisen" werben auch viele der Geschäfte in Hammamet, aber in der Medina von Tunis gilt noch: Handeln, zu versuchen, die genannten Preise auf ca. 25% zu reduzieren! Doch es macht richtig Spaß, sich in der Fülle der kleinen Marktstände darauf einzulassen. Natürlich sprechen die Händler die durch das Gewirr der Gassen strömenden Touristen an, aber man wird nie unangenehm bedrängt.

So wie die Farben und Gerüche in der Medina, so strömen interessante Fakten über Land und Leute bei einem der sehr zu empfehlenden Tagesauflüge auf die Gäste ein. Die einheimischen Reiseleiter schildern Geschichte wie Gegenwart einprägsam, es sei denn, man hat einen Studienreiseleiter "erwischt". Dann stehen ausführliche Streifzüge in die ruhmreiche Vergangenheit z.B. Karthagos auf dem Programm – in den Ruinen einst großzügig angelegter Thermen so plastisch, dass man fast das Rauschen des Badewassers im Ohr hatte…

Gut ausgebildete Reiseleiter, freundliche Busfahrer, Kellner und Zimmermädchen ließen jene Gastfreundschaft spüren, der sich arabische Länder doch rühmen. Etwas anders gab sich das "Personal in den weißen Hemden", sprich das Hotelmanagement ab Mitarbeiter an der Rezeption. Hier schien man nicht immer willkommen zu sein – so auch der Eindruck anderer Gäste unserer Reisebüros in anderen Hotels.
Doch das sollte wirklich kein Grund sein, Tunesien zu meiden. Für den erholsamen Badeurlaub, auch mal in einem der guten Thalasso- und Spa-Zentren, wie den sportlichen Aktivurlaub (Radfahren, Golfen, Tauchen, Surfen, Tennis, Reiten, Quadtouren) ist das Land sehr zu empfehlen.

Und durch den neuen Flughafen Enfidha zwischen Hammamet und Sousse verkürzen sich die Transferzeiten zu den Hotels deutlich, so dass der Urlaub nach kurzem Flug (ca. zweieinhalb Stunden ab Leipzig) noch schneller beginnt…

Dr. Kirsten Gasoos


Langsam, aber nie langweilig – eine Flusskreuzfahrt auf Elbe und Moldau von Dresden nach Prag

Von der Brühlschen Terrasse oder der Festung Königstein aus sah ich sie schon oft gemächlich dahingleiten – Flusskreuzfahrtschiffe.
Eben, langsam, beschaulich geht es voran, der "Katzensprung" von Dresden nach Prag in zwei-einhalb Tagen.
Aber warum eigentlich nicht auf so schöner Strecke den Luxus der Langsamkeit genießen? Schon fast entschlossen, machte das Schiff meinem weiteren Nachdenken ganz schnell ein Ende: Es sollte die MS Frederic Chopin sein, damals als "elegantes Grandhotels zu Wasser" beworben.

Nun, schon das Schiff war ein Erlebnis, die Kabinen elegant, das Bad unerwartet großzügig und sehr edel, jede der bis zu 6 Mahlzeiten pro Tag an Bord ein Genuss.
Nach einem ereignisreichen Tag mit unterhaltendem Bordprogramm und Aufstieg zur Festung Königstein ohnehin müde, hätte es den leckeren Mitternachtssnack für die nötige Bettschwere nicht mehr gebraucht, zumal das leichte Schaukeln der Wellen, das sanfte Vibrieren der Schiffsmotoren so ein wohliges Einschlafgefühl erzeugten…
Das geräumige Sonnendeck war bald unser bevorzugter Aufenthaltsort, denn immerzu galt es Ausschau zu halten, auch Bekanntes aus neuer Perspektive zu erspähen. Erst das Elbsandsteingebirge, dann von der Elbe zur Moldau die vielen Schleusen, mitunter nur wenige Zentimeter breiter als das Schiff, und zuletzt Prag, eine Stadt, die mich jedesmal auf Neue fasziniert.

Mit dem Schiff unterwegs war ich inzwischen immer wieder – meist auf hoher See. Doch mindestens noch eine Flusskreuzfahrt steht auf meiner "Must do"-Liste, dann aber eine der jetzt immer häufiger angebotenen Schiff-Rad-Kombinationen. Es muss herrlich sein, tagsüber die Flusslandschaften mit dem Rad zu erkunden und sich dann im schwimmenden Hotel auszuruhen und verwöhnen lassen, während der nächste Etappenort gemächlich näher rückt. Zwischen Moselradweg oder den Küstenradwegen zwischen Nord- und Ostsee schwanke ich noch…

Kirsten Gasoos


Rom – viel schöner als erwartet

Schon oft über den Brenner durch Südtirol nach Italien gereist, habe ich die oberitalienischen Seen bewundert, die romantischen Städtchen in der Toskana durchstreift, den Schiefen Turm in Pisa bestaunt, aber bis nach Rom habe ich es erst jetzt geschafft. Und es war vieles anders und auch viel schöner als erwartet!

Bislang mein Bild von Rom? Großartiges, Prachtvolles, über 2500 Jahre Geschichte, Kunst und Kultur, gepaart mit "typisch italienischem", sprich unzählige Sehenswürdigkeiten – aber kaum zu erlaufen, die schönsten Plätze der Stadt als allabendlicher Treffpunkt der Römer und Touristen – aber alles laut und dicht gedrängt, vorzüglichen Espresso in jeder kleinen Bar – aber teuer.
Kann, muss aber alles nicht sein!

Die berühmten sieben Hügel - keiner höher als 50 Meter und alle dicht bei dicht. Beginnt man die Erkundung der Stadt mit dem antiken Rom, also Kolosseum und Forum Romanum, steht man spätestens an den Trajans-Märkten, den ersten Einkaufsarkaden der Welt, mitten im Zentrum. Nun durch die engen Gassen spaziert, in denen antike Mauern mit prächtigen Palästen und Kirchen über Kirchen wechseln, ist bald die berühmte Fontana di Trevi zu sehen. So groß der Brunnen, so wenig Platz davor. In der Häuserreihe um das Wasserbecken laden dann bezahlbare Pizzerien, Bars, Eiscafés zum Verschnaufen ein (und endlich ist auch eine Toilettenpause möglich, denn Rom ist wie so viele Großstädte etwas unterversorgt mit öffentlichen WC's).

Vorbei an Boutiquen der "Hout Couture" wie Shops mit trag- und bezahlbarer Mode, Schuhen, Taschen…, die auch sonntags öffnen, gelangt man schnell an die Spanische Treppe: erklimmen, auf die Stufen setzen, genießen und sich für weitere Streifzüge durch die Innenstadt orientieren.

Um die Mittagszeit von hier aus vielleicht zur Piazza Navona – schön anzuschauen die Fassaden der Kirchen, Paläste und Wohnhäuser, sehr verlockend die vielen Restaurants rund um den Platz. Genau so gut, aber sicher etwas preisgünstiger isst man in den Seitengassen, so auf dem kurzen Weg von der Piazza zur Santa Maria dell´Anima, einst die Deutsche Kirche in Rom. Nicht nur mittags wird diese aber geschlossen sein. So wie die meisten römischen Kirchen. Beschrieben wurden bereits über 1000. Anzuschauen lohnen sicher viele, so die vier Patriarchalischen Kirchen. Doch die meisten haben "Öffnungszeiten" und sind gar nicht so leicht zu finden, sind sie doch in Häuserzeilen und Straßenzüge eingefügt und entfalten erst beim Betreten ihre eindrucksvolle Pracht. Also entweder im Reiseführer ganz gezielt aussuchen oder eintreten, wenn man gerade vor einem geöffneten Portal steht.

So lang die Schlangen an den Sicherheitskontrollen auch sind, den Petersdom aber auf keinen Fall auslassen. Früh oder erst am späten Nachmittag kommen, wie beim Fliegen nichts "sicherheitsgefährdendes" in der Tasche haben und angemessen gekleidet sein, sonst wird der Eintritt schon mal verwehrt (hat unsere Stadtführerin berichtet). Der Aufstieg auf die Kuppel lohnt sehr, doch man muss gut zu Fuß sein und darf auch keine Platzangst haben, denn die Gänge sind schmal. Der Lift spart nur die ersten 231 der 551 Stufen – man steht dann hinter den großen Apostelfiguren, die die vordere Fassade des Doms schmücken. Nun wird es anstrengend, aber zuvor gelangt man in das Innere der gewaltigen Kuppel, die herrlichen Mosaiken dicht vor Augen, den riesigen Innenraum des Doms tief unter sich. Atemberaubend!
Von oben schaut man in die Vatikanischen Gärten und Museen, auf den Tiber (eher schmal und trüb) und erblickt die Engelsburg, Schauplatz der Puccini-Oper Tosca, heute Museum. Erklimmt man hier die Terrasse mit Engelsstatur, bietet sich ein herrlicher Blick auf Petersdom und Stadtzentrum. Am Tiber entlang kann man gemütlich ins Zentrum zurückschlendern oder am Ufer erst einmal verschnaufen und sich auf die fliegenden Händler "einlassen". Manch Kunstgewerbliches ist recht nett, die angebotenen Handtaschen sind natürlich nicht von Gucci oder Fendi, doch von guter Qualität. Aber man muss handeln!

Wie einen Rom-Aufenthalt planen?

Rom erst einmal zu Fuß durchstreifen, um sich einen Überblick zu verschaffen und das Flair der Stadt zu genießen.
Dann vielleicht den von vielen Reiseführern vorgeschlagenen thematischen Stadtrundgängen folgen und einige der vielen, heute als Museen geöffneten Palazzi anschauen (z.B. den Palazzo Altemps nahe der Piazza Navona).
Für den Petersdom und die Vatikanischen Museen (u.a. Sixtinische Kapelle, Stanzen des Tizian) sehr viel Zeit nehmen, sich möglichst vorher informieren und für eine der beschriebenen Besichtigungsrouten entscheiden. Und zum Schluss vielleicht noch den Protestantischen Friedhof besuchen. Hier, auf einem der berühmten Friedhöfe Roms, ruht unter einem einfachen Stein August von Goethe.

Und nun raus aus der Stadt, in die Parks und Gärten, Villen und Paläste in der Umgebung der wunderbar gelegenen Stadt. Auch bis zum Meer – sprich Lido di Ostia – ist es nicht weit. Man kann baden, aber das Wasser ist anderswo sauberer.
Doch die Römer lieben ihren Strand, besonders im Hochsommer. Dann liegt die Stadt meist unter einer Glocke glühender Hitze und ist wie leer gefegt. Die Römer sind weg, die "hartgesottenen" Touristen haben viel Platz, die Hotels sind billiger als im Frühjahr oder Herbst. Doch es gibt auch dann bezahlbare gute Hotels, manche direkt im Zentrum, viele am Stadtrand, aber gut mit der Metro zu erreichen.
Diese hat nur zwei Linien, verbindet viele der Sehenswürdigkeit und ist recht preisgünstig (eine Strecke bis 75 Min. Fahrdauer 1,00 €, Tageskarte für den öffentlichen Nahverkehr 4,00 €).
Auf einen guten und preisgünstigen Espresso in die Nebenstraßen gehen. Und auch in der teuersten Bar kostet er wenig mehr als ein, zwei Euro, wenn man gleich an der Bar stehenbleibt. In vielen Restaurants werden Menus angeboten (ab 13,00 €), aber die typisch italienische Küche bekommt man sogar nur wenige hundert Meter vom Petersdom entfernt schon günstiger (gute Pizza und Pasta zwischen 7,00 und 9,00 €, ein Liter Wein ab 9,00 €). Hat man zwischendurch mal Durst, einfach schauen, aus welchem der vielen Brunnen die Römer trinken, alle werden mit Quellwasser gespeist.
Es gibt so viel zu sehen, aber immer auf die "eigene Sicherheit" achten. Doch Angst muss man nicht haben – in Rom nicht mehr als in Berlin, Paris, London…

  • Anreise: zeitsparend der Flug, aber ein Erlebnis für sich sind die ca. 1500 Straßenkilometer, denn es gibt sogar von der Autobahn aus so viel zu sehen. Ein Zwischenstopp am herrlichen Gardasee macht die Reise noch angenehmer.
  • Für die Erkundung der Stadt gut gelegenes Hotel: Villa EUR, Piazzale Marcellini Champagnat 2, 00144 Roma, www.villaeur.com
  • Reiseführer: sehr zu empfehlen "Der National Geographic Traveler Rom"

Kirsten Gasoos, März 2011


Djerba - Inseln haben immer ein besonderes Flair...

Als ich nach 3,5 Stunden Flug von Leipzig auf Djerba landete, strahlte die Sonne und die Temperaturen lagen am 26.Mai bei 32 Grad im Schatten. Schnell erklärten uns die Reiseleiter, dass das zumindest statistisch gesehen an immerhin 332 Tagen im Jahr der Fall ist und dass die Temperaturen auch schnell mal im Juli/August bis zu 45 Grad erreichen können. Aber ein kühlender Wind vom Meer und eine Luftfeuchtigkeit von 60 % bis 80 % lassen uns die Hitze besser ertragen. Nur wenn im Juli oder August der Scirocco bei ca. 50 Grad den Saharasand auf die Insel bläst, sollte der europäische Tourist das Hotel nicht verlassen. Zum Glück wütet der Sturm meist nur einen Tag.

Der Weg ins Hotel brachte uns erste Eindrücke von der 514 Quadratkilometer großen Insel im Osten Tunesiens. Palmen säumten den Straßenrand und wir fuhren durch große Olivenhaine. Die Inselbewohner behaupten, dass ein Mensch zum Leben 15 Olivenbäume braucht – alles was darüber hinausgeht sei Luxus. Granatapfelbäume und Feigenkakteen bestimmen das Landschaftsbild der Insel. Und mittendrin immer mal wieder einer der lebensnotwendigen Brunnen. Auf der Insel verteilt sollen es mehr als tausend sein – sie sind besonders tief, weil das Grundwasser es nicht anders zulässt.

Der Weg führt uns zunächst erst einmal von der Insel in Richtung tunesisches Festland. Wir reisen über den ca. 7 km langen und 10 m breiten Römerdamm in Richtung Oase Zarzis. Er wurde ursprünglich schon ca. 100 n. Ch. von den Römern an den flachen Stellen (zwischen 50 cm und 5 m) im Meer aufgeschüttet und ist deshalb so kurvenreich. Der alte Damm bestand in seiner Form bis ins 16. Jahrhundert. Der heutige Damm hingegen wurde nach dem zweiten Weltkrieg errichtet. Parallel zum Damm verläuft eine Pipeline, mit der Trinkwasser vom Festland auf die Insel gepumpt wird. Ohne diese Wasserversorgung wäre Tourismus auf Djerba nicht möglich. Immerhin dienen 80% des Wassers der Versorgung der Touristen und nur 20% werden von der einheimischen Bevölkerung genutzt. Überwältigend am Römerdamm ist, dass er den Eindruck vermittelt, bei seiner Überquerung über das Meer zu fliegen.

Nunmehr, auf dem tunesischen Festland, ändert sich die Landschaft kaum. Unser Hotel lag wie ein orientalischer Märchenpalast vor uns in einer nahezu himmlischen Ruhe. Dieses Flair haben wir in fast allen Hotels in der Oase Zarzis und auf Djerba gespürt. Es widerspiegelt sich auch und besonders in den Wellnessbereichen der Hotels. Ein "Rundumwohlfühlprogramm" das schlechthin begeistert. Bei der Hotelwahl empfehle ich, auf jeden Fall ein 4 – oder 5 – Sternehaus mit mindestens Halbpension – besser mit alles inklusive zu wählen, da die kulinarischen Möglichkeiten außerhalb der Hotelanlagen noch relativ gering sind.

Wir hatten nach zwei Tagen Erholung ein besonderes Erlebnis geplant. Schon sehr früh starteten wir von Zarzis aus über den Römerdamm nach Adjim auf Djerba. Von hier aus brachte uns eine Fähre nach Jorf auf das Festland. Dies ist mit 2,5 km der kürzeste Weg von der Insel auf das Festland. Unser Bus fuhr in Richtung Kebili, wir durchquerten die unwirtliche Salzwüste Schott el-Djerid und weiter führte uns die Reise nach Tozeur. Im Jeep ging es zunächst nach Chebika und Tamerza, an der algerischen Grenze. Es ist schon ein eindrucksvolles Erlebnis, auf einen Berg zu steigen und von dort aus die Quelle bis in die Oase Tozeur zu verfolgen. Erst die Wüste – Sand soweit das Auge reicht- und dann Tozeur wo Wasser die Wüste zum Grünen und Blühen bringt. 3000 Dattelpalmen, Moscheen und Häuser aus gelben Ziegeln säumen das Areal – phantastisch. Eine Kutschfahrt ist hier ein besonderes Erlebnis.

Als wir am Abend das Hotel in Tozeur erreichten, war hier die Stille greifbar nahe, und besonders erholsam: im Hotelgarten gab es eine Thermalquelle zur Entspannung. Frisch gestärkt ging es am nächsten Morgen in Richtung Matmata. Die Wohnhöhlen der Berber dort sind zum Teil heute noch bewohnt – für uns Mitteleuropäer schwer vorstellbar, so zu leben. Viele kennen diese Höhlen aus dem Film "Krieg der Sterne" – Relikte der Dreharbeiten von 1977 sind noch heute in den Wohnungen zu bewundern.

Zurück auf Djerba haben wir noch viele Hotels besichtigt und Tipps für unsere Urlaubsberatungen erhalten. Hier einige für Sie:

Ein Ausflug mit dem Piratenschiff auf die Flamingoinsel, die eigentlich eine nur mit dem Boot erreichbare Halbinsel ist, lohnt sich. Unsere musste wegen eines Sturmes abgesagt werden, aber wir erhielten wichtige Informationen. So erklärten uns die Reiseleiter, dass die Flamingos im Winter hier brüten. Zu dieser Zeit darf man natürlich nicht auf die Insel, aber im Sommer, wenn die Flamingos weggezogen sind, sei das ein sehr romantischer Ort. Und mit ein wenig Glück sieht man sogar Delfine während der Überfahrt.

Abends ist es besonders reizvoll am Strand einen Sonnenuntergang zu bewundern. Der Himmel färbt sich blutrot und schon nach 15 Minuten ist die Sonne im Meer verschwunden.

Der Besuch eines Basars ist ein Muss für einen Djerba Besucher. Zum Beispiel der in Houmt Souk, der Inselhauptstadt. Er dient zwar schon lange nicht mehr der Versorgung der Bevölkerung – vielmehr ist er ein richtiges Touristenhighlight – aber sehenswert ist er in jedem Falle. Und Feilschen gehört hier dazu, aber nur, wenn Sie wirklich etwas kaufen wollen. Faustregel ist, wenn der Verkäufer seinen Preis nennt, gehen Sie mit Ihrem Angebot auf ein Viertel herunter – und wenn Sie sich dann bei einem Drittel, oder der Hälfte getroffen haben, haben Sie einen reellen Preis bezahlt. Günstiger kommen Sie, wenn Sie das Markttreiben nur beobachten und dann am Flughafen, zu einem günstigeren Festpreis das Souvenir kaufen.

Nicht zu vergessen: Djerba hat traumhaft lange, flach ins Meer abfallende feine weiße Sandstrände, die auch für Kinder bestens geeignet sind. Das Wasser ist glasklar und sauber und Palmen am Strand bieten an vielen Stellen erholsamen Schatten.

Wie wäre es mit einem Besuch auf einer Krokodilfarm? In der Nähe des Leuchtturms von Ras Tourguenes finden Sie diese mit immerhin ca. 450 Exemplaren.

Und, und …. Besuchen Sie Djerba. Es lohnt sich.

Als Pauschalreise wird Djerba mit Flug ab Leipzig von vielen Reiseveranstaltern angeboten.

Als sehr gute Hotels sind das Sentido Djerba Beach oder das Iberostar Mehari Djerba zu empfehlen. Hier habe ich mich ausgesprochen wohl gefühlt.

Dagmar Langer, Mai 2008


Die schönste Seereise der Welt - mit dem Postschiff entlang der norwegischen Küste

Sie ist ein Klassiker mit Kultstatus - die gesamte Rundreise von Bergen nach Kirgenes und zurück.
Erleben Sie hier die Anfahrt aller 34 Häfen bei Tag und entdecken Sie die vielen Besonderheiten der insgesamt 2500 Seemeilen langen Strecke.
Tag für Tag gibt es Eindrücke, die Sie nie vergessen werden.

Unsere Reise begann in Frankfurt mit einem Charterflug, der uns nach Bergen brachte.
Vom Flughafen ging es dann mit dem Transferbus ins Zentrum der Stadt zum
3-Sterne Strandhotel. Dieses lag unmittelbar am Hafen. Mit dem berühmten Fischmarkt, den man unbedingt besuchen muss.
Am nächsten Tag begann dann unsere 12-tägige Rundreise mit der MS Richard With.
Er war der Begründer der Postschiffflotte.

Die Stadt Alesund, auch die" Stadt des Jugendstils" genannt, war unser 1. großes Ziel. Vorher durften wir aber noch den legendären Geirangerfjord bewundern und kennenlernen. Unser Schiff fuhr in den Fjord hinein und wir wurden mit kleinen Tenderbooten an Land gebracht. Dort wartete schon ein Bus mit Reiseleiter. Bei diesem Halbtagesausflug konnten wir die atemberaubende Landschaft rund um den Geirangerfjord bewundern. Das war einfach nur toll, dieser Ausblick von den ca.1000 m hohen Bergen auf die wunderschöne Landschaft mit ihren zahlreichen Wasserfällen und Schluchten.


Am nächsten Morgen lief das Schiff in den Hafen von Trondheim ein. Hier konnte man bei einem Stadtrundgang die schöne Altstadt kennenlernen.
Am 4. Tag überquerten wir den Polarkreis und fuhren vorbei an den Lofoten. Diese Landschaft ist wirklich einzigartig. Man konnte nur staunen und natürlich alles schnell auf Fotos festhalten.

Der nächste Tag führte und nach Tromsö, das auch "Tor zum Eismeer" genannt wird und einst Ausgangspunkt für Polarexpeditionen war.
Am 6. Tag erreichten wir Hammerfest- Honningsvag- den Nordkap.
Ohne Zweifel der Höhepunkt des Tages: der Ausflug zum legendären Nordkap-Plateau, dem
307 m hohen Schieferfelsen. Es ist schon beeindruckend, wenn man am nördlichsten Punkt des europäischen Festlands steht

Weiter ging es mit dem Schiff nach Kirgenes, dem "Tor nach Osten". Das war der Wendepunkt unserer Reise und gleichzeitig die letzte norwegische Stadt vor der russischen Grenze.

Das nächste aufregende Erlebnis war die Einfahrt des Schiffes in den Trollfjord. Dieser ist extrem eng, die steilen Felswände rundum sind ca. 1100 m hoch. Sie waren zum Greifen nah.
Das Schiff wendete in der Mitte des Fjordes. Hier waren Können und Erfahrung des Kapitäns gefragt.

Das wiederholte Überqueren des Polarkreises wurde mit einer Urkunde und Taufe bestätigt.

Wir ließen die polare Zone hinter uns und weiter ging es vorbei an unzähligen Inseln und Felsgestalten, dutzende davon sagenumwoben. In der Volksdichtung war das Gebiet um den Torghatten ein einziger Tummelplatz von Trollen und Riesen, die hier ihr Unwesen trieben.
Vorbei an Trondheim, sowie Molde, "Stadt der Rosen", ging es wieder Richtung Bergen.

Nach 12 Tagen ging unsere aufregende und wunderschöne Reise zu Ende.
Das Schiff fuhr in den Hafen von Bergen ein.

Wir konnten die interessante Stadt noch am nächsten Tag erkunden.
Mit der Floyenbahn, einer Kabelbahn, sind wir auf den Hausberg (320m) gefahren. Von dort hat man einen tollen Blick auf die gesamte Stadt und die Fjordlandschaft am Horizont
Auch das Meeresaquarium ist einen Besuch wert. Dort gibt es zahlreiche und seltene Meeresbewohner zu bestaunen
Am Hafen befindet sich die bedeutende Sehenswürdigkeit, Bryggen, die historische Altstadt von Bergen.

Am nächsten Tag mussten wir leider Richtung Flughafen fahren, wo unser Flieger nach Deutschland wartete.

Wir hatten in den vergangenen Tagen viele interessante Eindrücke gesammelt und diese Reise war für uns wirklich Die schönste Seereise der Welt.

Noch kurz ein paar wichtige Informationen zu Schiff, Land und Leuten:
Die Reise ist für Naturliebhaber sehr zu empfehlen, es gibt auf der gesamten Reise immer wieder neue Landschaftseindrücke zu bestaunen.
Animation, wie auf den Kreuzfahrtschiffen, findet man hier nicht.
Für das leibliche Wohl wird bei Vollpension bestens gesorgt.
Um die Mitternachtssonne voll genießen zu können, sind die Monate Juni-August die beste Reisezeit.

Ich hoffe, der Ausflug ins schöne Norwegen hat Sie neugierig gemacht. Ich stehe Ihnen gerne mit weiteren Tipps und Informationen zur Verfügung

Viola Krämer


Dr. Kirsten Gasoos
Endersstraße 7
04177 Leipzig
Tel. 0341 / 477 39 74
Fax 0341 / 940 19 04

Dr. Dagmar Langer
Bornaische Straße 18
04277 Leipzig
Tel. 0341 / 338 93 29
Fax 0341 / 301 92 59


IndexDatenschutz Impressum

© powered by Server-Team